Schneebar

Schneebar

So ganz klar is es nimmer, wer eigentlich auf diese Saublöde Idee gekommen ist bei -13 Grad eine Party im Garten zu feiern. Gegen die Kälte half da nur eins: Bechern und Kuscheln!

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2004 Weihnachtsfeier

 

 

Aufkirchen, 23.12.2004

 

Unsere Weihnachtsfeier 2004


Punkt 20 Uhr starteten wir an dem schon zur Tradition werdenden Tag vor Heiligabend in die wohl für jeden feucht-fröhlichste Weihnachtsfeier des langsam ausklingenden Jahres. Nach den souveränen Grußworten unseres Präsis Hias, bei denen natürlich unsere, ja so zahlreich erschienenen passiven Burschen, besonders erwähnt wurden (glatt 2 konnten sich vom Rockzipfel der Angetrauten lösen und aus dem Haus schleichen) brachte unser wahnsinns Wirt bereits das heiße 2 Gänge Menü herbei. So manch einer dürfte im wahrsten Sinne des Wortes beim Verzehr des vorzüglichen Cordon bleus auf Holz gebissen haben, denn die unfehlbare Köchin hatte, in weiser Vorraussicht, gleich an die Zahnstocher für danach gedacht.


Burschenverein Aufkirchen e.V.Nachdem wir uns alle den Bauch vollgeschlagen hatten, schlotterten so manchem unverbesserlichem Burschen gehörig die Knie, denn es hatte sich hoher Besuch aus dem Himmel angesagt. Mit großen Schritten rumpelte der Nikolaus mit seinem langen Stab und seinem extrem grantigen Spezl, dem Krampus, die Treppe zur Wirtsstube hinauf. Nach kurzen mahnenden Worten begann er gleich die Taten von jedem einzelnen Burschen in Gedichtform aufzusagen. Und was für Gedichte er da vortrug! Besonders bei dem Satz: Er ist ein feiner Kerl, hat hinten ein Loch und vorne ein Röhrl“, hielt es vor Lachen keinen Burschen mehr gerade auf dem Stuhl. Da die Hieroglyphen einiger handgeschriebener Gedichte zu entziffern und die Burschen mit der Rute züchtigen natürlich besonders durstig macht, genehmigten sich der Nikolo und der Krampus während des einstündigen Vortrags jeweils 2 frisch gezapfte halbe Bier.


Burschenverein Aufkirchen e.V.Nach dem Abschlussgedicht über Robert H. aus G. bei A. verabschiedeten sich beide schweren Herzens wieder und kamen 20 Minuten später unverkleidet und noch um einiges durstiger, in Gestalt vom Keier Sepp und Vetter Hansi, wieder in die wohlig warme Wirtsstube hinauf, um mit uns weiter alles daran zu setzen, die Biervorräte des Wirtes entscheidend zu dezimieren. Unser mittlerweile schon professionell agierender Auktionator Roman riss uns jäh aus unserer tiefgründigen Besinnung und begann mit der Amerikanischen Versteigerung. Für nicht unerhebliche Summen konnte man hier mit dem nötigen Quäntchen Glück und gutem Timing, Besitzer eines Fläschchens mit einer hochprozentigen Flüssigkeit werden. Klar dass keiner der Gewinner diesen wohlschmeckenden Inhalt schlecht werden lassen wollte und so ließ sich so mancher Bursch nach sekundenlangem Gezeter doch breitschlagen, um beim Verkosten des Schnapses aufopferungsvoll behilflich zu sein.


Burschenverein Aufkirchen e.V.Bei jetzt bester Stimmung begannen einige Burschen wie durch Geisterhand, Geißen-Luftmaßen herumzureichen. Dass diese Königsdisziplin des gepflegten Trinkgenusses wohl nicht jedem Burschen in die Wiege gelegt worden ist, musste unser jüngster am eigenen Leib leidvoll erfahren. Oder vielleicht war ja doch sein urplötzlich ausgebrochener Putzfimmel schuld, dass er sich so hingebungsvoll mit einem Kübel Wasser und einem Besen bewaffnet, um die Treppe hinab zum stillen Örtchen kümmerte. Als dann unser Wirt mit Dollarzeichen in den Augen wider Erwarten unserem Treiben um halb vier Uhr morgens doch ein Ende setzte (für ihn absolut rekordverdächtig), folgten diejenigen, die noch lange nicht genug hatten, der Einladung des 2. Vorstandes nach Hause. Dort, nach beschwerlichem Fußmarsch angekommen, ließ man bei einem (vielleicht waren es auch zwei oder gar drei) kühlen Betthupferl das Burschenjahr 2004 langsam aber sicher gebührend ausklingen.